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Heizungsrohrsysteme

Heizungsrohrsysteme

Sauerstoffdicht nach DIN 4726

In der Vergangenheit wurden überwiegend Rohre aus Kupfer oder Stahl in der Heizungstechnik verwendet. Inzwischen hat man in der Branche die Vorteile von Kunststoff-Rohrleitungen schätzen gelernt. Das geringe Gewicht und die hohe Flexibilität sorgen für eine einfache und schnelle Verlegung.

In der Fußbodenheizungsverlegung kommen daher in Deutschland überwiegend Kunststoffrohr- und Verbundrohrleitungssysteme zum Einsatz. Auch für die Verwendung als Heizkörper-Anschlussleitungen stehen eine Vielzahl von Systemen zur Verfügung. Verwendet werden folgende Werkstoffe:

  • Polypropylen (PP)
  • vernetztes Polyethylen (PE-X)
  • Polybutylen (PB)
  • Polyethylen erhöhter Temperaturbeständigkeit (PE-RT)
  • chloriertes Polyvinylchlorid (PVC-C)
  • vernetztes Polyethylen mittlerer Dichte (PE-MDX)
  • Mehrschichtverbundrohre (MVR)

Da ein Sauerstoffeintrag in das Heizungssystem zu Korrosionsproblemen an den Eisenwerkstoffen (Heizkessel, Heizkörper) führen kann und sich damit in erheblichen Maße auf die Lebensdauer der Anlage auswirkt, müssen alle Kunststoffrohrleitungen sauerstoffdicht nach DIN 4726 sein.

Vertrauen ist gut - DIN-Geprüft ist besser!

DIN-Geprüft

Mit dem anerkannten und neutralen Zertifizierungszeichen "DIN-Geprüft" bietet DIN CERTCO den Herstellern und Vertreibern von Heizungsrohrsystemen und Sauerstoffsperrschichtmaterialien aus EVOH die Möglichkeit, ihren Kunden von der Qualität ihrer Produkte zu überzeugen und ihnen bei ihrer Kaufentscheidung eine Hilfestellung zu geben - denn unsere Zeichen stehen weltweit für Vertrauen!

Prüfgrundlagen

Grundlage für die Vergabe des Zeichens ist das DIN CERTCO Zertifizierungsprogramm "Kunststoffrohr- und Verbundrohrsysteme für Warmwasser-Flächenheizungen und Heizkörperanbindungen". Das Programm basiert auf folgenden Normen:

  • DIN 4726 "Warmwasser-Flächenheizungen und Heizkörperanbindungen - Kunststoffrohr- und Verbundrohrleitungssysteme"
  • DIN EN 15015 "Kunststoff-Rohrleitungssysteme – Rohrleitungssysteme für Warm- und Kaltwasser nicht für den menschlichen Gebrauch – Eigenschaften für die Gebrauchstauglichkeit von Rohren, Formstücken und deren Verbindungen
  • ISO 10508 "Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Warm- und Kaltwasserinstallation – Leitfaden für die Klassifizierung und Bemessung"
  • DIN EN ISO 9001 "Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen"

sowie auf den nachfolgend genannten werkstoffspezifischen Produktnormen:

Rohre aus Polypropylen (PP)

  • DIN EN ISO 15874 "Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Warm- und Kaltwasserinstallation – Polypropylen (PP)" in den Teilen 1, 2, 3 und 5

Rohre aus vernetztem Polyethylen (PE-X)

  • DIN EN ISO 15875 "Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Warm- und Kaltwasserinstallation – Vernetztes Polyethylen (PE-X)"

Rohre aus Polybuten (PB)

  • DIN EN ISO 15876 "Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Warm- und Kaltwasserinstallation – Polybuten (PB)" in den Teilen 1, 2, 3 und 5

Rohre aus Polyethylen erhöhter Temperaturbeständigkeit (PE-RT)

  • DIN EN ISO 22391 "Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Warm- und Kaltwasserinstallation – Polyethylen erhöhter Temperaturbeständigkeit (PE-RT)" in den Teilen 1, 2, 3 und 5

Rohre aus chloriertem Polyvinylchlorid (PVC-C)

  • DIN EN ISO 15877 "Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Warm- und Kaltwasserin-stallation – Chloriertes Polyvinylchlorid (PVC-C)"

Rohre aus vernetztem Polyethylen mittlerer Dichte (PE-MDX)

  • DIN 4724 "Kunststoff-Rohrleitungssysteme für Warmwasser- Fußbodenheizung und Heizkörperanbindung - Vernetztes Polyethylen mittlerer Dichte (PE-MDX)
  • DIN 16894 "Rohre aus vernetztem Polyethylen mittlerer Dichte (PE-MDX) - Allgemeine Qualitätsanforderungen, Prüfung"
  • DIN 16895 "Rohre aus vernetztem Polyethylen mittlerer Dichte (PE-MDX) – Maße"

Mehrschichtverbundrohre (MVR)

  • DIN EN ISO 21003 "Mehrschichtverbund-Rohrleitungssysteme für die Warm- und Kaltwasserinstallation innerhalb von Gebäuden"
  • DVGW W 542 "Mehrschichtverbundrohre in der Trinkwasser-Installation – Anforderungen und Prüfungen"

Sauerstoffsperrschichtmaterialien aus EVOH

  • DIN 4726 "Warmwasser-Flächenheizungen und Heizkörperanbindungen - Kunststoffrohr- und Verbundrohrleitungssysteme"

Prüfung und Bewertung

Nur diejenigen Rohrleitungssysteme oder Sauerstoffsperrschichtmaterialien aus EVOH erhalten das international bekannte Zeichen "DIN-Geprüft", die ihre Übereinstimmung mit den Normen durch eine erfolgreich bestandene Prüfung in einem von DIN CERTCO anerkannten Prüflaboratorium und anschließender neutraler Bewertung unter Beweis gestellt haben.

Nach positivem Bewertungsergebnis erteilt DIN CERTCO ein Zertifikat, das 5 Jahre gültig ist. Die Registernummer zur eindeutigen Identifizierung des Zertifikats hat folgenden Aufbau: 3V000.

Fremdüberwachung

Es folgt eine halbjährliche Überwachungsprüfung der Produkte (Rohr und Verbinder) sowie der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) des Herstellers. Die Rohre von zertifizierten Vertreibern werden hierbei nur einem reduziertem Prüfumfang unterzogen.

Dokumente

docx Antrag auf Zertifizierung 80 KB Download
pdf Gebührenordnung Heiz- und Raumlufttechnik 219 KB Download
pdf Zertifizierungsprogramm "Kunststoffrohr- und Verbundrohrleitungssysteme für Warmwasser-Flächenheizungen und Heizkörperanbindungen" 1 MB Download
pdf Beschlussbuch zum Zertifizierungsprogramm 597 KB Download
pdf Allgemeine Geschäftsbedingungen 273 KB Download
pdf Prospekt Heiz- und Raumlufttechnik 485 KB Download

FAQ - Frequently Asked Questions

Unsere Experten haben für Sie häufig gestellte Fragen zusammengestellt und beantwortet. Sie möchten noch mehr zur Zertifizierung von Heizungsrohrsystemen nach DIN 4726 erfahren? Unsere Experten informieren Sie gerne persönlich. Kontaktieren Sie uns noch heute!

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Welche Informationen müssen jeder Verpackungseinheit beigefügt werden?

Folgende Informationen müssen jeder Verpackungseinheit beigefügt werden:

  • kleinste zulässige Biegeradien
  • flächenbezogene Sauerstoffdurchlässigkeit von ≤ 0,32 mg/(m²·d) bei 40 °C (Anwendungsklasse 4) oder ≤ 3,60 mg/(m²·d) bei 80 °C (Anwendungsklasse 5)
  • Heizwasserzusätze, wenn zutreffend
  • Die Rohre müssen lichtgeschützt geliefert werden. Um Beschädigung und Beeinträchtigung durch UV-Strah-lung zu vermeiden, sind die Rohre bis zur Verlegung in der Verpackung zu lagern. Andernfalls sind sie auf andere Weise gegen diese Einflüsse zu schützen. Darauf muss in den Produktunterlagen und im Beipackzettel hingewiesen werden.

Welche Änderungen ergeben sich aus dem neuen Zertifizierungsprogramm (Stand: 2019-03)?

Seit vielen Jahren vertrauen die Planer und Installateure im In- und Ausland auf die DIN-Zertifizierung für Kunststoffrohr- und Verbundrohrleitungssysteme (Heizungsrohrleitungssysteme) und das „DIN-Geprüft“-Zeichen. Insbesondere die Sauerstoffdichtheit nach DIN 4726 steht international für einen langlebigen und störungsfreien Betrieb von raumflächenintegrierten Heiz- und Kühlsystemen nach DIN EN 1264 und hat sich daher auch als Wortmarke etabliert. Ob in Europa oder Asien, das DIN-Zertifikat öffnet Ihnen weltweit den Zugang zu den lokalen Märkten.

Doch auch was gut ist, kann noch besser werden. Der zuständige Normenausschuss NA 041-01-16 AA im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. hatte die DIN 4726 überarbeitet. Die aktuelle Fassung ist im Oktober 2017 erschienen. In ihr haben sich gegenüber der bisherigen Fassung vom Oktober 2008 neben einer redaktionellen Überarbeitung im Wesentlichen die nachfolgenden Änderungen ergeben.

Die wesentlichen Änderungen im Überblick

  • Aufnahme von Anforderungen an die Thermische Stabilität der Sauerstoffsperrschichtmaterialien sowie Aufnahme eines entsprechenden Prüfverfahrens
  • Aufnahme von Anforderungen an die Dicke der Sauerstoffsperrschicht sowie Aufnahme eines entsprechenden Prüfverfahrens
  • Überarbeitung der Anforderungen an die Sauerstoffdichtheit sowie Überarbeitung des Prüfverfahrens für die Sauerstoffdichtheit durch Ergänzung einer optionalen Prüfung an Rohren mit einem Außendurchmesser > 32 mm
  • Überarbeitung der Anforderungen an Heizwasserzusätze – Verträglichkeit mit Kunststoffrohren nach dieser Norm
  • Überarbeitung des Prüfverfahrens für die Homogenität
  • Überarbeitung der Anforderungen an Kennzeichnung und Information (bisher Beipackzettel)

Wir haben diese Änderungen gemeinsam mit unserem Erfahrungsaustauschkreis der von uns anerkannten Prüflaboratorien in das DIN-Zertifizierungsprogramm „Kunststoffrohr- und Verbundrohrleitungssysteme für Warmwasser-Flächenheizungen und Heizkörperanbindungen" (Stand: März 2019) eingearbeitet.

Im Abschnitt Dokumente finden Sie die aktuellen Antragsunterlagen für die Zertifizierung einschließlich der gültigen Gebührenordnung sowie alle derzeitigen Zertifikatinhaber.

Die Wesentlichen Änderungen im Überblick

  • Übernahme der geänderten Anforderungen aus DIN 4726:2017-10, DIN EN ISO 15874:2018-11, DIN EN ISO 15876:2017-06 und DIN EN ISO 9001:2015-11
  • Spezifizierung der Anforderungen für Prüfung, Zertifizierung, Überwachung, Änderungen und werkseigene Produktionskontrolle gemäß der Beschlussliste des Erfahrungsaus-tauschkreises der Prüflaboratorien (EK-RL) von DIN CERTCO
  • Einführung einer Zertifizierung von Sauerstoffsperrschichtmaterialien aus EVOH
  • Redaktionelle Änderungen

Was ändert sich konkret für Sie?

  • Für alle neu zu prüfenden Rohrleitungssysteme, für die das DIN-Zeichen beantragt werden soll, ist nach dem Erscheinen das neue Zertifizierungsprogramm verbindlich anzuwenden.
  • Alle bestehenden DIN-Zertifikate, die auf dem alten Zertifizierungsprogramm basieren (Stand: 2015-01), müssen spätestens bis 2020-06 auf das neue Zertifizierungsprogramm umgestellt werden. Auf Antrag kann dies jedoch auch schon vorher erfolgen.
  • Überwachungen, Änderungen oder Erweiterungen von DIN-zertifizierten Produkten müssen nach dem neuen Zertifizierungsprogramm durchgeführt werden.
  • Alle Produkte müssen den Nachweis der Konformität mit den aktuell gültigen Normen in Form eines aktuellen Prüf- und Inspektionsberichtes durch ein von uns anerkanntes Prüflaboratorium erbringen. Dieser umfasst die folgenden Punkte:
    • die Rohrprüfung inkl. der Sauerstoffdichtheitsprüfung nach DIN 4726:2017-10 inkl. Nachweis der Eignung des eingesetzten Suerstoffsperrschichtmaterials
    • die Verbinderprüfung
    • die Systemprüfung (z. B. im Fall von Erstzertifizierungen)
    • die werkseigene Produktionskontrolle (WPK) des Herstellers
  • Bitte achten Sie hierbei darauf, dass im Prüf-/Inspektionsbericht auch auf das gültige Zertifizierungsprogramm inkl. Ausgabedatum verwiesen wird.
  • Um die Bearbeitungszeiten zu minimieren, sollte das Prüflaboratorium Ihnen und uns außerdem alle erforderlichen Berichte immer direkt als PDF-Datei zusenden.

Die Experten von DIN CERTCO sind bereit. Unsere Mitarbeiter kennen die Änderungen im Detail und beantworten gerne Ihre konkreten Fragen.

Wie erfolgt der Nachweis der thermischen Stabiltität für das Sauerstoffsperrschichtmaterial aus EVOH

Sauerstoffsperrschichtmaterialien aus Kunststoff müssen ausreichend thermisch stabilisiert sein, wenn sie für das jeweilige Rohrleitungssystem nach Anhang C bis Anhang I des Zertifizierungsprogramms eingesetzt werden sollen. Nach DIN 4726 gelten sie dann als thermisch stabil, wenn die Dauergebrauchstemperatur (entsprechend einer 50-jährigen Belastungszeit) 70 °C nicht unterschreitet.

Der Nachweis der thermischen Stabilität gilt dann erbracht, wenn der Hersteller Sauerstoffsperrschichtmaterialien mit gültiger DIN-Zertifizierung gemäß Anhang J einsetzt,

Bei der halbjährlichen Überwachung der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) prüft der Inspektor über unsere Datenbank, ob für das eingesetzte EVOH-Material ein gültiges DIN-Zertifikat vorliegt und bestätigt dies in dem dazugehörigen Prüfbericht.

Alle Zertifikatinhaber sind angehalten, sich an ihre EVOH-Lieferanten zu wenden, um eine Kopie des DIN-Zertifikats für ihre eingesetzten Materialien zu erhalten bzw. diese zu beantragen.

Alternativ hierzu können sie sich auch eine Kopie des EVOH-Prüfberichtes geben lassen und dem Inspektor vorlegen. Eine Konformitätsbestätigung Dritter ist jedoch nicht ausreichend.

Wie sollten Prüfberichte versendet werden, um eine möglichst reibungslose Verfahrensbearbeitung sicherzustellen?

Zur Bearbeitung der Zertifizierungsverfahren benötigt DIN CERTCO termingerecht alle hierzu erforderlichen Inspektions- und Prüfberichte (Rohr, Verbinder, ggf. System, O2).

Idealerweise sollten diese von den eingebunden Prüflaboratorien immer als PDF-Datei an die Kunden und parallel an die zuständige Kundenbetreuung von DIN CERTCO geschickt werden. So wird Papier gespart, es geht schnell und jeder hat die vollständigen Informationen zur weiteren Bearbeitung der Zertifizierungsverfahren.

Zertifikatinhaber und Prüfpartner

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Weiterführende Themen

Zuständiger DIN-Arbeitsausschuss

NA 041-01-16 AA Kunststoffrohre für Warmwasser-Fußbodenheizungen

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Wir beantworten gerne Ihre Fragen

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DIN CERTCO Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH