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VDI-geprüfte Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen

Fachplaner Schadstoffsanierung

Die Nutzung von bestehenden Gebäuden und anderen baulichen Anlagen ist ein wichtiger Beitrag zu einer flächensparenden und ressourcenschonenden stadtplanerischen Entwicklung. Vielfach sind diese Altbestände aber mit Schadstoffen kontaminiert und müssen vor einer erneuten Nutzung aufwendig saniert, sprich dekontaminiert werden.

Die Ursachen für die Kontamination liegen einerseits in den verbauten Substanzen wie z. B. Asbest oder in durch die frühere Nutzung verursachten Schadstoffbelastungen verschiedener Bauteile. Da die verschiedenen Schadstoffe für Mensch und Umwelt eine Gefahr darstellen, müssen die Gebäude fachgerecht saniert oder im Zweifelsfall auch abgerissen werden. Sowohl der Abriss, besonders aber die Sanierung solcher Gebäude ist von gut ausgebildeten Fachkräften durchzuführen.

Personen, die Sanierungsmaßnahmen in Gebäuden und baulichen Anlagen planen, durchführen, bewerten und dokumentieren, müssen bestimmte rechtliche Anforderungen an ihre Fachkunde erfüllen. Insbesondere müssen sie die einschlägigen Nachweise nach den technischen Regeln für Gefahrstoffe vorweisen, wie TRGS 519, Anl. 3, TRGS 524, Anl. 2a bzw. DGUV-Regel 101-004, vormals BGR128.

Mit dem VDI-Zeichen auf der sicheren Seite

VDI-Zeichen

Kompetente Personen mit entsprechender Fach- und Sachkunde sowie der erforderlichen einschlägigen Berufserfahrung haben erstmals die Möglichkeit, ihren Auftraggebern diese Qualifikation durch ein VDI-Zertifikat von DIN CERTCO nachzuweisen. Nur der VDI-geprüfte Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen ist berechtigt, bei einer nach VDI 6202 durchgeführten Schadstoffsanierung das Prüfzeichen "nach VDI-Richtlinie geprüft" des VDI zu vergeben.

Vertrauen ist gut - VDI-zertifiziert ist besser!

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Erhöhen Sie das Vertrauen in Ihre Fachkompetenz
  • Nutzen Sie hierfür das hohe Ansehen im In- und Ausland der Marke VDI
  • Das Zertifikat, der personalisierte Ausweis und die zentrale Aufnahme in die DIN CERTCO-Datenbank sorgen für größtmögliche Transparenz
  • Sichern Sie sich Markt- und Wettbewerbsvorteile bei der (öffentlichen) Vergabe von Aufträgen
  • Geben Sie Personalverantwortlichen im Unternehmen eine Entscheidungshilfe
  • Nutzen Sie die Personenzertifizierung als Weiterbildung im Rahmen eines QM-Systems
  • Bestätigen Sie die Aktualität Ihres Wissens bzw. das Ihrer Mitarbeiter

+++ HINWEIS: Diese neue VDI-Zertifizierung befindet sich derzeit im Aufbau. Alle zertifizierungsrelevanten Dokumente werden laufend ergänzt. Gerne können Sie jedoch schon heute in die Liste der Interessenten aufgenommen werden. Nutzen Sie hierzu einfach das Kontaktformular. Vielen Dank! +++

Prüfgrundlagen für den VDI-geprüften Fachingenieur RLQ

Prüfgrundlagen für den VDI-geprüften Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen

Prüfgrundlage für die Zertifizierung zum VDI-geprüften Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen ist das DIN CERTCO-Zertifizierungsprogramm "VDI-Fachplaner Schadstoffe in Gebäuden und baulichen Anlagen", welches in Kooperation mit der VDI - Gesellschaft für Bauen und Gebäudetechnik (VDI-GBG), dem BEW - Bildungszentrum für die Ver- und Entsorgungswirtschaft, dem BZB - Bildungszentren des Baugewerbes e.V. und der Technischen Akademie Südwest e.V. (TAS) erstellt wurde. Folgende Dokumente sind Grundlage für die Schulung, Prüfung und Zertifizierung:

  • VDI GVSS 6202 Blatt 1"Schadstoffbelastete bauliche und technische Anlagen - Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten"
  • VDI 6202 Blatt 20"Schadstoffbelastete bauliche und technische Anlagen - Qualifizierung von Personal"

Zulassungsvoraussetzung zur Schulung und Prüfung

Alle Schulungsteilnehmer müssen über eine entsprechende Ausbildung und Berufserfahrung verfügen (näheres hierzu siehe Zertifizierungsprogramm), die durch folgende Nachweise zu belegen ist:

  • Ingenieure oder Master der Bau- oder Umweltwissenschaften mit Baubezug.
    Zusätzlich sind die Nachweise der Sachkunde nach TRGS 519 Anlage 3 sowie der Fachkunde nach TRGS 524 Anlage 2a beziehungsweise der Sachkunde nach DGUV-Regel 101-004 Anhang 6a (vormalige Bezeichnung BGR 128) zu erbringen
  • oder alternativ Bachelor der Bau- oder Umweltwissenschaften mit Baubezug, Meister oder Techniker der Berufe des Bauhaupt- und Nebengewerbes, jeweils mit drei Jahren überwiegender Berufsausübung im Bereich der Schadstoffsanierung nach erstmaligem Nachweis der Sachkunde nach TRGS 519 Anlage 3 und der Fachkunde nach TRGS 524 Anlage 2a beziehungsweise der Sachkunde nach DGUV-Regel 101-004 Anhang 6a (vormalige Bezeichnung BGR 128)
  • oder alternativ Personen mit sonstiger abgeschlossener Berufsausbildung mit sechs Jah-ren überwiegender Berufsausübung im Bereich der Schadstoffsanierung nach erstmaligem Nachweis der Sachkunde nach TRGS 519 Anlage 3 und der Fachkunde nach TRGS 524 Anlage 2a beziehungsweise der Sachkunde nach DGUV-Regel 101-004 An-hang 6a (vormalige Bezeichnung BGR 128)

Zusätzlich müssen für die Zulassung zur Prüfung folgende Nachweise eingereicht werden:

  • Teilnahmebescheinigung einer Schulung nach VDI 6202 Blatt 20 eines durch DIN CERTCO zertifizierten Schulungsträgers (nach der Schulung nachzureichen).
    Präsenzveranstaltungen im Umfang von ca. 180 Lehreinheiten zu je 45 Minuten mit den in Tabelle A 1 (Anhang A) aufgeführten Vorlesungen/Übungen im Verhältnis 60 %/40 %
  • Die erfolgreiche Bearbeitung von mindestens 3 Belegen als Prüfungsvorleistung im Umfang von jeweils ca. 50 h
  • Lebenslauf mit Lichtbild und Unterschrift

Bild Ausweis VDI-geprüfter Fachingenieur RLQ

Prüfung und Zertifizierung

Der Nachweis der theoretischen Fachkenntnisse und der praktischen Fähigkeiten erfolgt im Rahmen einer schriftlichen (4 Teilprüfungen) und einer praktischen Prüfung bestehend aus einer komplexen Arbeit (Projektarbeit) und einer mündlichen Prüfung (Präsentation und Verteidigung der Projektarbeit).

Bei positiver Bewertung jeder einzelnen Teilprüfung durch DIN CERTCO erhält der VDI-geprüfte Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen ein Zertifikat, das eine Gültigkeit von 5 Jahren hat. Darüber hinaus bekommt er das Zeichennutzungsrecht für das VDI-Zeichen "nach VDI-Richtlinie geprüft" in Zusammenhang mit der Prüfung von Trinkwasser-Installationen nach VDI GVSS 6202 Blatt 1 sowie einen Ausweis zur Dokumentation seiner Qualifikation Vor-Ort.

Die Registernummer zur eindeutigen Identifizierung des VDI-geprüfte Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen hat folgenden Aufbau: PZ-FS-000.

VDI-Stempel und VDI-Online-Bibliothek (VDI-VOB)

Alle VDI-geprüfte Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen erhalten auf Antrag von der VDI-GBG einen personenbezogenen (über die Registernummer) Stempel zur Nutzung im Rahmen der Tätigkeiten als VDI-geprüfte Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen. Er darf hierbei im Schriftverkehr, insbesondere für Gutachten im Tätigkeitsbereich der VDI GVSS 6002 Blatt 1 eingesetzt werden. Ein Einsatz in anderen Themenbereichen ist jedoch unzulässig. Die Nutzungsdauer des Stempels ist an die Gültigkeit des Zertifikats gebunden und erlischt spätestens mit Ablauf der Zertifizierung, sofern kein neuer Stempel beantragt wird.

Zusätzlich erhalten alle VDI-geprüfte Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen über die VDI-Online-Bibliothek (VDI-VOB) einen personenbezogenen Zugang zu den aktuellen Ausgaben der Richtlinienreihe VDI 6202. Damit sind sie immer auf dem aktuellen Stand der Richtlinie zum Nutzen ihrer Kunden.

Aufrechterhaltung der Fachkenntnisse

Während der Gültigkeit des Zertifikats muss der VDI-geprüfte Fachplaner Schadstoffsanierung in Gebäuden und baulichen Anlagen regelmäßig nachweisen, dass er seine Kenntnisse und Fähigkeiten nach VDI/BTGA/ZVSHK 6023 anwendet. Nach Ablauf der Gültigkeit des Zertifikats kann auf Antrag des Zertifikatinhabers die Gültigkeit des Zertifikats um weitere 5 Jahre verlängert werden, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Einzelpersonen können durch die Personenzertifizierung ihre Kompetenz hervorheben und nachvollziehbar darlegen. Im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems kann die Personenzertifizierung bei der Erfüllung des Elements Qualifikation hilfreich sein. Mit dem Zertifikat kann der Fachmann darüber hinaus darstellen, dass seine Kenntnisse in Bezug auf die VDI GVSS 6202 immer "up to date" sind - das schafft Vertrauen!

Dokumente

FAQ - Frequently Asked Questions