Gewerbliche Verbundgruppen

Zertifizierungsgrundlage

DIN CERTCO, die Zertifizierungsstelle des DIN Deutsches Institut für Normung e.V., hat gemeinsam mit dem Internationalen Centrum für Franchising und Cooperation der Universität Münster (F&C) unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Ahlert eine normative Beschreibung der Qualität von gewerblichen Verbundgruppen entwickelt. Bei der Definition des Qualitätsstandards wurden die spezifischen Grundstrukturen von Verbundgruppen berücksichtigt.

Die Zertifizierung durch DIN CERTCO und F&C schafft einen Standard für alle qualitativ hochwertigen Verbundgruppen und ermöglicht den Unternehmen eine Abgrenzung von nicht zertifizierbaren Verbundgruppen. Der erfolgreiche Abschluss des Bewertungsverfahrens wird durch ein Zertifikat, verbunden mit einem Qualitätszeichen, dokumentiert.


Nutzen der Zertifizierung

Der neue Qualitätsmaßstab unterstützt den wirtschaftlichen Erfolg von Verbundgruppen, erhöht die Attraktivität der Verbundgruppe und fördert die Existenzgründung innerhalb der Verbundgruppe.

Partnermarkt

Das Zertifikat stellt ein herausragendes Instrument im Wettbewerb um neue qualifizierte Mitglieder dar. Bei bestehenden Partnern kann die Zertifizierung die Zufriedenheit erhöhen.

Kapitalmarkt

Die Zertifizierung und das damit verbundene Gutachten wird als ergänzende Entscheidungsgrundlage von Banken und Investoren verwendet und erleichtert damit die Finanzierung am derzeit restriktiven Kapitalmarkt, der durch die Neugestaltung der Eigenkapitalvorschriften der Kreditinstitute (Basel II) hervorgeht.

Stärken-/Schwächen-Analyse

Im Rahmen des Abschlussgutachtens wird eine detaillierte Stärken-/Schwächen-Analyse erstellt. Diese ermöglicht eine objektive Beurteilung der eigenen Lage und gibt darüber hinaus wertvolle Hinweise zum Aufbau eines ganzheitlichen Controllingsystems und zu konkreten Verbesserungsmaßnahmen.

Prüfung

Die Prüfung einer Verbundgruppe unterteilt sich in eine Vor- und Hauptprüfung und stellt eine fokussierte und systematische Analyse aller Funktionen einer Verbundgruppe dar.

Die Vorprüfung entscheidet über die Zertifizierbarkeit einer Verbundgruppe und mündet bei positiver Bewertung in die Hauptprüfung. Im Rahmen eines Vor-Ort-Audits werden alle prüfungsrelevanten Unterlagen sowie Selbstauskünfte des Verbundgruppenmanagements überprüft, analysiert und in einem Auditbericht zusammengefasst.

Prüfungsumfang

Die Ist-Situation, die Planungs-Situation sowie die Kontroll-Situation werden bei der Prüfung gleichwertig untersucht. Dabei werden folgende Einheiten analytisch erfasst, geprüft und bewertet:

  • Strategie (Konzept)
  • Management (Führung und Steuerung)
  • Beziehung zwischen der Zentrale und den Mitgliedern
  • Erfolgssituation der Mitglieder

Prüfkriterien

Der Prüfung liegen qualitative und quantitative Bewertungsgrößen zu Grunde, z. B. Netzwerkmanagement, Markenkonzeption, Leistungsqualität, Anzahl der Mitglieder, Bilanzanalyse.

Gutachten

F&C erstellt anhand des Auditberichts das Gutachten über die Verbundgruppe. Dieses wird dem Kunden zusammen mit dem Zertifikat ausgehändigt.

Zertifikat

DIN CERTCO bewertet auf Basis des Zertifizierungsprogramms das F&C-Gutachten und erteilt nach positiver Bewertung ein Zertifikat mit einer Gültigkeitsdauer von drei Jahren.

Die Aufrechterhaltung des Zertifikats ist mit einer erfolgreich abgeschlossenen Zwischenprüfung nach 18 Monaten verbunden, die lediglich auszugsweise dem Umfang der Erstprüfung entspricht.

Die Verlängerung eines Zertifikats nach Ablauf der Gültigkeitsdauer ist an eine erneute erfolgreich absolvierte Prüfung gekoppelt, die im Wesentlichen dem Umfang der Erstprüfung entspricht.

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