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Kunststoffrasenflächen

Kunststoffrasenflächen

Kunststoffrasenflächen werden überwiegend im sogenannten Tuftverfahren hergestellt. Die verwendeten Garne bestehen aus Polypropylen, Polyethylen oder Polyamid.

Kunststoffrasenflächen werden in unterschiedlichen Sportarten, wie z. B. Fußball, Hockey, Tennis, Golf, etc. eingesetzt. Je nach Einsatz haben die Spielfelder eine unterschiedliche Faserstruktur, Faserdichte und Polhöhe. Kunststoffrasenflächen gibt es mit gefüllter oder ungefüllter Polschicht.

Spielfelder für Fußball werden in der Regel mit Sand und/oder Gummigranulat befüllt und wurden von den Fußball-Spitzenverbänden UEFA und FIFA inzwischen auch für den Wettkampfbetrieb freigegeben, sofern die Kunstrasensysteme den Qualitätskriterien entsprechen.

DIN CERTCO überwacht und zertifiziert Kunststoffrasenflächen bereits seit über zehn Jahren. Das aktuelle Zertifizierungsprogramm für Kunststoffrasenflächen wurde anlässlich weitreichender Änderungen in der Normung für Kunststoffrasenflächen überarbeitet und am 1. August 2013 veröffentlicht. Gegenüber dem Zertifizierungsprogramm „Kunststoffrasenflächen“ (2012-09) wurden umfängliche inhaltliche Änderungen vorgenommen der Art, dass alle Hinweise auf die DIN SPEC 18035-7 entfernt wurden. Mit der Veröffentlichung der neuen Zertifizierungsregeln werden Kunststoffrasenflächen auf Grundlage der DIN EN 15330-1 zertifiziert.

Als Übergangsregelung für die Aktualisierung von Zertifikaten gilt ein Zeitraum von maximal 18 Monaten ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des überarbeiteten Zertifizierungsprogramms. Zertifikate, die innerhalb der ersten 6 Monate nach Veröffentlichung des neuen Zertifizierungsprogramms, also spätestens am 31. Januar 2014 ihre Gültigkeit verlieren, können einmalig auf der Grundlage von Prüfberichten, ausgestellt nach dem „alten“ Zertifizierungsprogramm, verlängert werden.

Das Zertifizierungsprogramm legt die Leistungs- und Dauerhaftigkeitseigenschaften von Kunststoffrasenflächen für den Sport fest, die üblicherweise im Außenbereich zur Verwendung gelangen.

Eine Kunststoffrasenfläche sollte die Nutzung für eine Vielzahl von Sportspielen ermöglichen. Diese umfasst vor allem die Sportarten Fußball, Hockey, American Football und Tennis, für Training und Wettkampf, aber auch Schulsport und Sportspiele anderer Art.

In der Regel einmal im Jahr oder - bei vorhandenem zertifiziertem QM-System - alle zwei Jahre werden von unabhängigen Inspektoren im Rahmen von Werks- und Baustellenbesichtigungen die Herstellung und der Einbau der Kunststoffrasenflächen überprüft. Die erfolgreiche Durchführung dieser Überwachungsmaßnahmen bildet die Voraussetzung für eine Verlängerung der auf ein Jahr ausgestellten Zertifikate um jeweils ein weiteres Jahr.

DIN-Geprüft

Prüfgrundlagen

Grundlage für die Vergabe des Zertifizierungszeichens "DIN-Geprüft" bildet das Zertifizierungsprogramm „Kunststoffrasenflächen" und die folgenden Normen:

  • DIN EN 15330-1 Sportböden – Überwiegend für den Außenbereich hergestellte Kunststoffrasenflächen und Nadelfilze – Teil 1: Festlegungen für Kunststoffrasen

Folgende Qualitätskriterien müssen erfüllt sein:

Werkserstbesichtigung
Überprüfung der personellen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen zur Herstellung und kontinuierlichen Überwachung der Qualität der Produkte

Laborprüfung
Eignungsprüfung nach den Anforderungen der DIN EN 15330-1 und ausgewählter zusätzlicher Anforderungen der DIN SPEC 18035-7 (Bauartprüfung)

Überwachung
Wird jährlich oder alle zwei Jahre durchgeführt und dient der Feststellung, ob das zertifizierte Produkt in der Produktionsphase dem typgeprüften Produkt entspricht.

Prüfung und Bewertung

Die Laboranalysen und die Werks- und Baustellenbesichtigungen werden von bei DIN CERTCO anerkannten Prüf- und Inspektionsstellen durchgeführt.

Alle Zertifikate werden auf www.dincertco.de tagesaktuell veröffentlicht.

Das Zertifikat Kunststoffrasenflächen ist ein Jahr gültig. Das Zertifikat kann nach Ablauf der Gültigkeit und erfolgreicher Überwachungsmaßnahmen um jeweils ein weiteres Jahr verlängert werden.