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DIN-Geprüfter Fachplaner für barrierefreies Bauen

DIN-Geprüft, Fachplaner Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Wohnen und Leben stehen hoch im Kurs. Erhöhter Gebrauchswert und Komfort für alle Nutzer von Gebäuden und die neuen bautechnischen Möglichkeiten des barrierefreien Bauens erfahren eine hohe Akzeptanz, sowohl bei Verbrauchern als auch bei öffentlichen und privaten Anbietern von Immobilien.

Von Architekten, Ingenieuren und Planer in privaten Büros und Behörden sowie von Handwerkern werden zunehmend Kompetenz und Fachwissen im Bereich des barrierefreien Bauens verlangt. Dies betrifft sowohl ökonomische Entwurfs- und Ausführungsplanungen, Ausschreibungen und Ausführungsarbeiten als auch sachkundige Kundenberatung. Damit hängt letztlich eine erfolgreiche Auftragsvergabe mehr und mehr vom Nachweis der Kompetenz im Bereich des barrierefreien Bauens ab. Das Wissen über die richtige Anwendung der einschlägigen Normen

  • DIN 18040-1 "Planungsgrundlagen Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude"
  • DIN 18040-2 "Planungsgrundlagen Teil 2: Wohnungen"
  • DIN 18040-3 "Planungsgrundlagen Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum"

und technischen Regeln des barrierefreien Bauens führt in der Baubranche zum Erfolg. Wer seine in der Praxis und durch Weiterbildung erworbene Kenntnisse glaubhaft belegen kann, hat einen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern.

Fachwissen zur Planung und Ausführung von barrierefreien Bauten gehört nur selten zu den Ausbildungsinhalten von Handwerkern, Architekten, Innenarchitekten, Landschafts- architekten und Bauingenieuren. DIN CERTCO bietet die Möglichkeit, in der Praxis oder durch Weiterbildung erworbene Kenntnisse durch ein Zertifikat und ein Zertifizierungszeichen nachzuweisen.

Wer kann sich zertifizieren lassen?

Für folgende Berufsgruppen der Baubranche ist der Nachweis von Fachwissen im Bereich des barrierefreien Bauens von besonderer Bedeutung:

Beispiele Handwerksberufe

  • Architekten
  • Innenarchitekten
  • Landschaftsarchitekten
  • Bauingenieure
  • Ingenieure für Haustechnik und Gebäudetechnik
  • Stadtplaner
  • Bauwesen-Sachverständige
  • Meister
  • Techniker
  • Sanitär- und Installationsberufe im Handwerk
  • Tischler, Bautischler
  • Handwerker des Innenausbaus
  • Elektroinstallateure
  • Bautechniker

Prüfung mit Zertifikat und Zeichen

Planer, Architekten, Ingenieure und Handwerker erhalten nach einer erfolgreichen Prüfung durch DIN CERTCO ein Zertifikat und das Nutzungsrecht für das Qualitätszeichen "DIN-Geprüfter Fachplaner für barrierefreies Bauen".

Prüfung und Prüfungsinhalte

Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikats und die Nutzung des Zertifizierungszeichens ist die erfolgreiche Teilnahme an einer eineinhalbstündigen Prüfung im Multiple-Choice-Verfahren durch DIN CERTCO (40 Multiple-Choice-Fragen und zwei offene, durch Text und Skizzen zu beantwortende Fragen). Während der Prüfung sind keine Unterlagen erlaubt.

Im Zentrum der Prüfung steht die kompetente und effektive Anwendung der einschlägigen Normen und technischen Regeln in der Praxis des barrierefreien Bauens. Hierzu ist ein entsprechendes Hintergrundwissen zu sozialen, medizinischen, baurechtlichen und gestalterischen Aspekten zu erwerben. Erst dieses Wissen ermöglicht es dem Anwender, die in den Normen in Kurzform zusammengestellten technischen Angaben kostensparend und funktionsgerecht für die Nutzer der Bauten einzusetzen.

Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung

  • Kopie des Abschlusszeugnisses der Berufsausbildung
  • Nachweis der vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Barrierefreies Bauen.(Beispielsweise Nachweis der Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen, Arbeitgeberbescheinigung, Projektnachweise usw.

Zertifikat und Nutzung des Zertifizierungszeichens

Nach einer positiven Bewertung der Prüfung erteilt DIN CERTCO ein Zertifikat mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Das Zertifikat berechtigt zur Nutzung der entsprechenden Zertifizierungszeichen. Die Registernummer zur eindeutigen Identifizierung des Zertifikats hat folgenden Aufbau: PZ-FP-xxx.

Im dritten Jahr sind Tätigkeitsnachweise über eine regelmäßige berufliche Tätigkeit als Fachplaner oder Fachkraft für barrierefreies Bauen zu erbringen. Diese Tätigkeitsnachweise dienen auch zur Verlängerung der Zertifizierung.