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DIN-Geprüfter Fachbetrieb
Wenn einbruchhemmende Einrichtungen tatsächlich und wirkungsvoll den Einbruch hemmen sollen, ist ein korrekter Einbau unerlässlich. Das beste geprüfte einbruchhemmende Bauteil kann nur dann wirkungsvoll Einbruchversuche abwehren, wenn es sicher im Mauerwerk verankert ist, Spalten vermieden werden, in die Hebelwerkzeuge (z. B. Schraubendreher) eingeführt werden können und Verschlüsse richtig schließen.
Für den Einbau ist Spezialwissen nötig, und das hat nicht jeder. Leider muss man nur allzu häufig feststellen, dass der Einbau nicht fachgerecht ausgeführt wurde. Trotz mitgelieferter Montageanleitungen werden zu kurze oder falsche Befestigungsschrauben verwendet oder vorhandene Schwachstellen oder Lücken im Mauerwerk mit Montageschaum abgedichtet. Für den Einbrecher wäre es so manches Mal einfacher sprichwörtlich durch die Wand zu gehen, als die Tür aufzustemmen. Neben der fachgerechten Montage erhält man von guten Errichterfirmen eine Montagebescheinigung, die im Zusammenhang mit Versicherungs- und Gewährleistungsfällen eine wichtige Rolle spielen kann.
Wie kann man sicher sein, dass das Unternehmen, das einbruchhemmende Fenster, Türen und Nachrüstungen liefert, diese auch so einbaut, dass die Einbruchsicherheit voll zum Tragen kommt? Entsprechende Fachbetriebe können bei Nachweis der erforderlichen Qualifikationen und Berufserfahrung sowie der Teilnahme an den vorgesehenen Schulungen ein Zertifikat als "DIN-Geprüfter Fachbetrieb" erlangen und das zugehörige Zeichen zu Werbezwecken verwenden.
Anforderungen werden an den verantwortlichen Fachmann des Betriebes, seine Handwerker und an die Organisation des Betriebes selbst gestellt.
Vorteile der DIN-Zertifizierung
Die Zertifizierung von Fachbetrieben für mechanische Sicherungseinrichtungen hilft, das Vertrauen der Partner beim Einbruchschutz (Fachbetrieb und Kunden) zu stärken. Sie bietet dem Fachbetrieb den Wettbewerbsvorteil, sich aus der Masse seiner Konkurrenten hervorzuheben.
Der Verbraucher hat die Möglichkeit, nicht nur die richtigen Produkte, sondern auch die Betriebe für den qualifizierten Einbau von Sicherungseinrichtungen auszuwählen. Der Kunde, der in den Schutz seines Eigentums investieren will, sieht sich dann zweimal gesichert - erstens durch das nachweislich einbruchhemmende Produkt, zweitens durch den fachmännischen Einbau. Beides nach DIN geprüft und überwacht.
Prüfgrundlage
Das Bayerischen Landeskriminalamtes hat die Grundlagen für das Verfahren DIN-Geprüfter Fachbetrieb Einbruchschutz in Zusammenarbeit mit der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention erarbeitete. Dieses Verfahren ist bei DIN CERTCO in einem Expertengremium zum Prüf- und Zertifizierungsprogramm weiterentwickelt worden. Ob Rollläden, Türbandsicherungen, Zusatzschlösser oder Schutzbeschläge - alles muss so eingebaut sein, wie es die Fachleute in den betreffenden Normen festgelegt haben.
Weitere Forderungen gelten u. A. der kontinuierlichen Weiterbildung im Fach, dem Mindestumfang der Produktpalette, der Kundebetreuung, der Betriebsausstattung und nicht zuletzt den Einstellungsvoraussetzungen für neue Mitarbeiter. Es wird, zum Beispiel, die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses verlangt und das darf keine einschlägigen Vorstrafen aufweisen.
Der Weg zum Zertifikat
- Schulung und Prüfung der Fachkenntnisse des verantwortlichen Fachpersonals in den Kategorien Fenster, Türen und/oder Nachrüstelemente
- Prüfung der fachgerechten Ausführung an drei eingebauten Objekten der Kategorien Fenster, Türen und/oder Nachrüstelemente
- Bewertung der Ergebnisse durch DIN CERTCO
Bei positiver Bewertung erhält der Fachbetrieb ein Zertifikat und darf die Bezeichnung DIN CERTCO Geprüfter Fachbetrieb führen.
Auf dem Zertifikat wird der Tätigkeitsbereich des Fachbetriebs (Fenster, Türen oder Nachrüstelemente) angegeben und dadurch die Qualifikation für die Durchführung einer speziellen Dienstleistung hervorgehoben.
